Die ersten Erkenntnisse des Abends: Das ausverkaufte LKA ist viel zu voll – 200 verkaufte Karten weniger hättens auch getan – und die Vorband Steel Wing klingt wie eine 100-prozentige Iron Maiden-Kopie… Wirklich nicht schlecht, aber auch nicht mehr.
Also höchste Zeit für die Headliner – Accept is back!
Hier hätte die nächste Erkenntnis sein können: Sänger Mark Tornillo ist nicht Udo. Aber wem das nicht von vorn hinein klar gewesen war, der hätte zu Hause bleiben müssen! Fest steht: Tornillo ist ein großartiger Sänger, dessen Stimme auch nach zwei Stunden Konzert beim standesgemäßen Abschiedssong ‘Balls To The Wall’ noch voll da ist.
Fest steht auch: Ein derart powervolles Konzert mit perfekter Songauswahl (siehe Playlist unten) und astreinem Sound habe ich schon ganz lange nicht mehr gesehen! Die Mischung aus einigen neuen und ganz viel alten Songs, die teilweise behutsam neu interpretiert wurden (nie war ‘Metal Heart’ besser), hat mich 100%ig überzeugt! Besonders hervorzuheben auch die sympathische Show der Band ohne Firlefanz, aber mit viel Nähe zum Publikum. Eine Ansage auf Deutsch wäre ab und an jedoch nett gewesen – eigentlich spricht Accept doch diese Sprache, oder?!

Damit sollte alles gesagt sein – fast… Meine Meinung ist, dass alte Bands, die nichts mehr zu sagen haben, besser aufhören sollen – so lasse ich neuzeitliche CDs und Auftritte von W.A.S.P. oder Kiss bewusst aus. Bei Accept ist das definitiv nicht der Fall – weiter so, bitte in zwei Jahren den nächsten Longplayer und vor allem die nächste Tour!!!